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Wanderreiten, die Philosophie

 

„Pferd, Natur und MENSCH in Harmonie erleben“

Das Reiten in der Landschaft ist eine der umweltfreundlichsten Sportarten, wenn ökologische Belange ausreichend berücksichtigt werden. Besonders für Reiter, die das Pferd mehr als Lebenspartner sehen, ist das Wanderreiten die Möglichkeit, Natur, Tier und Mensch im Einklang zu erleben. Viele Pferdefreude entdecken somit für sich das Wanderreiten; ein stressfreies Reiten, auf gut ausgebildeten und ausgeglichenen Pferden. Das Pferd wird wieder Bindeglied zur Natur. Auf dem Pferderücken bekommt der Wanderreiter einen völlig neuen Blickwinkel für die Umwelt, immer unter dem Motto „der Weg ist das Ziel“.

  

Was versteht man unter Wanderreiten?

Wanderreiten kann nicht mit den herkömmlichen Ausritten, die nur einige wenige Stunden dauern, verglichen werden. Wanderritte dauern in der Regel mindestens einen Tag und können sich oft über mehrere Tage ausdehnen. Sie bedürfen immer einer genauen Streckenplanung mit Quartieren, sowie einer speziell abgestimmten Ausrüstung für Pferd und Reiter. Im Vordergrund steht, wie beim Wandern auch, immer das Erlebnis in der Natur, die Harmonie zwischen Reiter und Pferd. Genau diese „Harmonie“ entscheidet oft über Freude und Frust beim Wanderreiten. Entgegen der landläufigen Meinung sollten Wanderreitpferde eine sehr umfassende Ausbildung absolviert haben.

 

Die Ausbildung!

Besonders hervorzuheben ist dabei der physische und psychologische Aspekt von Pferd und Reiter. Ein Grundsatz ist, dass egal welche Reitweise bevorzugt wird, es sehr wichtig ist, dass der Reiter das Pferd in jeder Situation 100%-ig unter Kontrolle hat und dies mit einem sehr geringen Kraftaufwand geschehen muss. Ebenfalls ist eine gute Kondition des Reiters eine sehr wichtige Sache. Für die Gesunderhaltung des Pferdes ist es sehr wichtig, dass der Reiter, auch noch nach mehreren Stunden im Sattel, einen guten und entlasteten Sitz beherrscht.

 

Ein Wanderritt wird und muss in allen Gangarten zu gleichen Teilen geritten werden. Das heißt, dass in jeder Gangart und vor allem auch in der Gruppe ein Speed – Control mit geringster Hilfengebung möglich sein muss. Eine „wilde Jagd“ und „aufgedrehte“ Pferde lassen jeden Wanderritt zu einer Odyssee für Reiter und Pferde werden. Genauso wichtig wie eine konsequente Ausbildung eines Wanderreitpferdes, ist die Ausrüstung.

 Die Ausrüstung!

Sattel und Packtaschen müssen so ausgeführt sein, dass das Pferd keine Beeinträchtigungen erfährt. Dabei ist es wichtig, dass das Gewicht des Reiters auf eine möglichst große Auflagefläche verteilt wird, ohne dabei die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Völlig ungeeignet ist das Reiten mit einem Rucksack!

Um einen Wanderritt für alle Beteiligten attraktiv zu gestalten, ist ein gut ausgewählte Streckenführung sehr wichtig. Dabei sind topographische Karten im Maßstab von 1:25000 sehr hilfreich. Voraussetzung ist allerdings dabei, dass man die Grundlagen der Kartographie beherrscht und sich im Gelände gut orientieren kann.