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Das berittene Bogenschießen

 
 
Ein interessanter Sport in der Tradition der alten Steppenvölker, wie
z.B. Skythen, Hunnen und Mongolen!
 
            Der ungarische Wettkampf (deutsche/ europäische Meisterschaft)   
 
            Der koreanische Wettkampf (deutsche/ europäische Meisterschaft)    
 
            Der Mannschaftswettkampf Mogu (deutsche/ europäische Meisterschaft)
 
 
Bogenreiterwettkampf wieder 2011 auch in Sachsen!!
 
Der deutscher Meister im koreanischen Wettkampf und der deutsche Vizemeister im ungarischen Wettkampf  2010 kommt aus Sachsen!

Auch im kommenden Jahr wird es zum Karl-May-Fest in Radebeul wieder ein Qualifizierungslauf zu Deutschen Meisterschaft geben!  Zusätzlich werden wir noch einen weiteren Wettkampf in Leipzig (Galopprennbahn -Scheibenholz) veranstalten.

Trainings- und Ausbildungsmöglichkeiten jetzt auch in Sachsen

Im Mai 2007 fand in Sachsen erstmalig im Rahmen des Karl-May Fest  ein für alle offenes Reiterbogenturnier in Radebeul statt. Aus der ganzen Bundesrepublik reiste die Gilde der Bogenschützen zu Pferd an.

Intuitives Bogenschießen von einem schnell dahin galoppierenden Pferd erfordert ein top ausgebildetes Pferd, welches sich gut ausbalanciert nur mittels Gewichts- und Schenkelhilfen lenken lässt.   Der untere Körperteil des Reiters lenkt quasi das Pferd, damit der Oberkörper frei für das Bogenschießen ist. 

Die Schwierigkeit des Bogenschießens vom Rücken eines Pferdes aus besteht darin, dass der Zeitpunkt des Schusses nicht frei bestimmt werden kann, sondern in dem Sekundenbruchteil erfolgen muss, in dem sich beim Galopp alle 4 Hufe des Pferdes in der Luft befinden und somit keine Erschütterungen auf den Schützen übertragen werden. Diese Fähigkeit ist nur durch jahrelanges intensives Training erlernbar.

Wer einmal für diesen Sport Feuer gefangen hat, kann nicht mehr davon lassen. Die Arbeit mit den Pferden und das Streben nach der  Perfektion in der Beherrschung seines Körpers,  gepaart mit der dem Sport eigenen Dynamik macht die Faszination  aus.

Auf dem Wanderreiterhof  Mohorn  besteht nun die Möglichkeit diese interessante Sportart zu betreiben und bei der deutschen Meisterin im berittenen Bogenschießen (koreanischen Wettkampf) zu trainieren.  Ziel ist es, in naher Zukunft eine Gruppe von Reiterbogenschützen aufzubauen, die den Sport für Sachsen präsentieren und perfektionieren.

     

      

Kleiner historischer Exkurs über Reiterbögen (gefunden im Internet).

Der Reiterbogen ist ein meist als Recurve ausgeführter kurzer Bogen, der vom Pferderücken aus geschossen werden kann und außerhalb Europas entwickelt und benutzt wurde. Am bekanntesten sind dabei die Hunnen und die Mongolen, deren Zug nach Westen man auf Seiten der "Betroffenen" anfangs wenig entgegenzusetzen hatte. Der militärische Vorteil beruhte dabei auf dem massiven Einsatz der leichten Kavallerie, die - mit Reiterbögen bewaffnet - mobile und weitreichende Angriffe auf den Gegner durchführte.

Mongolische und türkische Reiterbögen hatten ein Zuggewicht von durchschnittlich 75 Pfund und warfen speziell abgestimmte leichte Pfeile mehr als 500 -800 m weit.

Ein weiteres Beispiel für effektiven Einsatz von Reiterbögen sind die Comanchen Nordamerikas, die im 19. Jahrhundert von den feindlich gesinnten Armeen der jungen Vereinigten Staaten anerkennend als die "beste leichte Kavallerie der Welt" bezeichnet wurden.
Der Reiterbogen unterscheidet sich in seiner Bauart vom schnell und simpel konstruierten, mannshohen europäischen Langbogen, dessen legendärer Ruf letztlich auf monströsen Zuggewichten bis 130 Pfund, schweren panzerbrechenden Pfeilen und verstärktem Salven-Einsatz im Bereich von max. 200-300 m beruht.

Der hunnische, mongolische und auch der spätere türkische Reiterbogen besteht als echtes "high-tech"-Produkt seiner Zeit aus einer komplexen Kombination aus den Werkstoffen Holz, Sehnen und Horn, wobei die Funktion des Holzes z.T. auf das bloße Tragen der tierischen Materialien beschränkt wurde. In einem Bauprozess, der u.U. mehr als 2 Jahre betragen konnte, wurden hieraus überaus leichte und handliche Bögen mit ausgeprägten steifen Recurves, den so genannten "Siyas", gefertigt.

Der Vorteil von Sehnen und Horn besteht in ihrer höheren Fähigkeit, Energie zu speichern und auch wieder (an den Pfeil) abzugeben. Die Effizienz eines solchen gut gebauten Reiterbogens mit entsprechender möglicher Formgebung ist höher als die eines konventionellen Bogens aus Holz, der bei identischem Layout sofort brechen würde.

Nachteilig ist die starke Anfälligkeit solcher klassischer Kompositbögen gegen jegliche Art von Feuchtigkeit - im Extremfall löst sich der durch elastischen und hochfesten Hautleim zusammengehaltene Materialverbund einfach auf, wodurch der Bogen irreparabel zerstört wird.

Das zweite Material, neben Holz, aus dem der Kompositbogen besteht, kann alles von einer anderen Holzsorte über Knochen, Sehnen bis hin zu Metall sein. Sehr verbreitet war auch der Hornbogen, der aus verleimten und verzahnten Hornstäben sowie Sehnen besteht.

Da die Herstellung eines Kompositbogens wesentlich kostspieliger und aufwendiger ist, kostet er weit mehr als ein normaler Bogen. Diese Problematik beeinflusste vermutlich den für das Schicksal Europas entscheidenden Rückzug der Hunnen um das Jahr 600.